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Aktuelles aus der Welt der Gesundheit

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs – Pro und Contra

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: Pro und Contra

Bereits seit 2006/07 sind bei uns in Europa HPV-Impfstoffe auf dem Markt, um insbesondere Frauen vor einer Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) zu schützen. Das HP-Virus ist der Auslöser für die am häufigsten auftretende sexuell übertragbare Infektion. Meist verläuft diese unbemerkt und verschwindet ebenso still und leise, wie sie gekommen ist. Doch nicht immer bleibt die Ansteckung mit dem Papilloma-Virus ohne Konsequenzen.
Welche Folgen kann eine kann eine Infektion mit dem HP-Virus haben?
Es gibt nicht nur ein Humanes Papilloma-Virus – seine Sippe umfasst über 100 unterschiedliche Varianten. Einige davon können zum Beispiel gutartige Warzen im äußeren Genitalbereich bilden. Andere dieser Viren-Typen, knapp ein Viertel, stehen im Verdacht, ursächlich für Zellveränderungen/Wucherungen und für die Entstehung von Krebs, am Gebärmutterhals (Zervixkarzinom) oder (deutlich seltener) an den äußeren, männlichen wie weiblichen, Geschlechtsorganen verantwortlich zu sein. Diese speziellen Sorten werden deshalb als „Hochrisiko-HPV“ bezeichnen und finden sich vor allem bei jungen Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren, während sie nach dem 30. Lebensjahr nur sehr selten nachgewiesen werden.
Dass ein Zusammenhang von früheren HPV-Infektionen mit der Entstehung eines Zervixkarzinoms sehr wahrscheinlich ist, bestätigen Gewebeproben. Doch Gebärmutterhalskrebs tritt auch bei Frauen auf, die niemals mit dem HP-Virus infiziert waren. 
Gibt es HPV begünstigende Faktoren?
Insbesondere Tabakgenuss und die Einnahme der Antibabypille fördern das Risiko einer chronischen HPV-Infektion, auch ein häufiger Wechsel der Sexualpartner steigert die Möglichkeit, zu erkranken; der konsequente Einsatz von Kondomen schützt unter anderem auch vor HPV-Infektionen.
Wichtige Fakten
Hier in Mitteleuropa handelt es sich bei zwei Prozent der Krebserkrankungen bei Frauen um Gebärmutterhalskrebs; die meisten erkranken im Alter von 35 bis 55 Jahren. Im Jahr 2010 waren das in Deutschland etwa 4.600 Frauen. Bevor in den siebziger Jahren die Krebsfrüherkennungsuntersuchung (Pap-Test) eingeführt wurde, der eine Erkennung und Behandlung bereits von Krebsvorstufen ermöglicht, war diese Zahl wesentlich höher. Um fast 80 Prozent sind Erkrankungen an und Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs zurückgegangen – regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind also eine wirksame Waffe im Kampf gegen diese spezielle Krebserkrankung (empfohlen bei über 30-jährigen Frauen). 
Impfen gegen HPV?
Bereits seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung für Mädchen. Anfangs wurde die Impfung ab dem 13. bis zum 18. Lebensjahr durchgeführt – mittlerweile wird empfohlen, zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr zu impfen, mit zwei Dosen innerhalb eines halben Jahres. Geimpft werden sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr – nach dem 16. Geburtstag wird geraten, drei anstatt zwei Mal zu impfen. Der Schutz gegen HP-Viren hält aber nicht unbegrenzt an; die Wirkungsdauer soll nach den Angaben eines Impfstoffvertreibers etwa zwölf Jahre betragen.
Folgende Nebenwirkungen wurden vereinzelt beobachtet: Schwellung, Rötung oder Juckreiz an der Einstichstelle, Muskel-, Gelenk- oder Kopfschmerzen; auch Übelkeit/Erbrechen, Magen-Beschwerden, Schwindelgefühl oder Bewusstlosigkeit sind vereinzelt aufgetreten; ebenso allergische Reaktionen auf den Impfstoff wie Hautausschlag oder Atembeschwerden. Auch der Verdacht, die HPV-Impfung begünstige Autoimmunerkrankungen, besteht.
Sicher ist, dass die HPV-Impfung vor Zellveränderungen am Gebärmutterhals schützt – dass dadurch die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs jedoch verhindert wird, bislang nicht. Langzeiterfahrungen diesbezüglich fehlen, da diese Impfung noch recht jung ist. 
Da regelmäßige Früherkennungsuntersuchung die Krebsrate bei Frauen nachweislich dezimiert haben, auch der Verzicht auf Nikotingenuss und „Safer Sex“ das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, mindern, sollte mit dem behandelnden Arzt individuell abgewogen werden, ob eine Impfung speziell gegen das HP-Virus erforderlich und sinnvoll ist.
 

Der Gesundheit auf den Zahn fühlen – Zahngesundheit im Fokus

Der Gesundheit auf den Zahn fühlen

Im September diesen Jahres stehen zum 25. Mal die Zähne im Mittelpunkt, in Berlin unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – 25 Jahre Zahngesundheit“. Ein Blick zurück offenbart, dass sich gerade in diesem Vierteljahrhundert sehr viel verändert hat, vor allem in Puncto Vorsorge. Während früher der Besuch beim Zahnarzt meist zur Schadensbegrenzung diente, hat er heute vor allem eine vorbeugende Funktion – in dieser Hinsicht wurde bereits viel erreicht. So waren „dritte Zähne“ bei Oma und Opa ehemals selbstverständlich, während wir heute dank Prävention und guter Pflege mit unseren eigenen ein Leben lang kraftvoll zubeißen können. Doch bestimmte gesellschaftliche Strukturen, soziale Gegebenheiten, Stress oder Zeitmangel lassen überwunden geglaubte Zahnprobleme, etwa bei Kleinkindern, wieder verstärkt auftreten. Gut, dass Aktionen, wie etwa jene im Rahmen des Tages der Zahngesundheit, uns daran erinnern, dass jeder in Eigenverantwortung die Präventionsangebote zur Verhinderung von Zahn-, Mund-, Kiefererkrankungen nutzen sollte.
Außerdem sollten wir Erwachsene nicht nachlassen in unserem Bemühen, auch kleinste Zähnchen schon zu putzen und beim Nachwuchs ein Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser Tätigkeit zu schaffen. Der Grundstein für ein zahngesundes Leben wird bereits beim Kleinkind gelegt.
Die Milch- sowie die ersten bleibenden Zähne sind anfälliger für Beschädigung durch Karies, da ihr Zahnschmelz (Dentin) noch viel weicher ist, als der von Erwachsenen. Ist aber diese kritische Phase der ersten Zahnjahre schadlos überstanden, stehen die Chancen sehr gut, sich immer ganz entspannt und guten Gewissens zur regelmäßigen Kontrolle beim Zahnarzt begeben zu können um danach lächelnd festzustellen: „Er hat überhaupt nicht gebohrt!“. 
Die Pflege der Milchzähne ist also sehr wichtig – nur, wenn sie nicht frühzeitig ihren Posten verlassen, können sie ihre Funktion als Platzhalter erfüllen und für richtiges Kauen sowie eine entsprechende Zahnstellung und Kieferformung sorgen. Außerdem infizieren kariöse Milchzähne beim Durchbruch nicht selten ihre bleibenden Nachfahren.
Zähneputzen also vom ersten Zahn an – anfangs genügt eine kleine, weiche Bürste oder auch ein Wattestäbchen. Die Zahnhygiene auf zweimal täglich auszudehnen ist erst ab dem zweiten Lebensjahr sinnvoll – ein erbsengroßes Stück Kinderzahnpasta reicht völlig. Mit drei Jahren finden Kinder es toll, selbst Hand anzulegen – und zwar an hübsche, bunte Lernzahnbürsten. So ein erstes Zahnbürsten-Shopping in der Apotheke macht Spaß. Für ein stufenweises Gewöhnen an die richtige Vorgehensweise braucht es freilich lange die Unterstützung eines Erwachsenen.
Das erste Mal …
… zum Zahnarzt sollte man mit dem Nachwuchs spätestens, wenn das Milchgebiss vollständig ist (zwischen 16 und 18 Monaten) – sofern nicht vorher der Rat dieses Fachmannes gefragt ist. Ermöglichen wir unseren Kindern frühzeitig positive Erfahrungen in der Praxis, kommen Phobien und Panik bezogen auf den Zähne-Check gar nicht erst auf.  
Was können wir sonst noch tun, damit von „Kindeszähnen an“ alles gesund bleibt im Mund?
Zuckerhaltige Getränke und säurehaltige Speisen sind als Durst- bzw. Hungerstiller für Kinder nicht geeignet. Auch verdünnte Obstsäfte enthalten Zucker, der, aus dem Fläschchen konsumiert, ständig die Zähne umspülen würde. Zum Durstlöschen empfehlen sich schlicht Wasser oder ungezuckerte Kräutertees. Grundsätzlich sollte während des ersten Lebensjahres auf die Verwendung von Zuckrigem verzichtet werden – das hat nicht nur bezogen auf die Zahngesundheit Vorteile. 
Fluorid wird teils von Kinderärzten verordnet, um den Zahnschmelz zu härten. Außer Zweifel steht, dass Kontaktfluoride (fluoridhaltige Kinderzahnpasta, Spezialgel oder gezielter Schutz der Furchen durch Auftragen von Fluoridlack beim Zahnarzt) äußerst effektiv sind und deshalb mindestens eine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden sollte. An einem durch Fluorid gehärteten Zahnschmelz rutscht der Karies sozusagen ab.
 

Versorgung per Gesetz gestärkt – Neues in der GKV

Versorgung per Gesetz gestärkt: Neues in der GKV

Es hat sich was getan vor der parlamentarischen Sommerpause. Bundesrat und Bundestag haben einige Beschlüsse auf den Weg gebracht, die das Gesundheitswesen betreffen. Es handelt sich dabei um das Versorgungsstärkungs-, das Präventions- und das IT-Sicherheitsgesetz, verändert haben sich zudem die Haftungsbedingungen für Hebammen; bislang noch nicht ausgegoren ist die Klinikreform.

Bei der Familienpflegezeit hat sich einiges geändert

Bei der Familienpflegezeit hat sich einiges geändert

Das Gesetz zur Familienpflegezeit ist in Deutschland 2012 in Kraft getreten und soll Menschen helfen, ihre Angehörigen selbst zu pflegen. Seit dem 01.01.2015 sind verschiedene Änderungen in Kraft getreten, die es den Pflegenden leichter machen sollen, Berufstätigkeit und Pflege zu vereinbaren. Dazu zählen verschiedene Maßnahmen wie Freistellungen, auch sehr kurzfristig, Reduzieren der Arbeitszeit oder auch der Anspruch auf zinslose Darlehen, um einen Verdienstausfall kompensieren zu können.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva

Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva

Depression ist eine schwere psychische Krankheit, die unbedingt behandelt werden muss, da sie in schweren Fällen ansonsten bis zum Suizid führen kann. Teil dieser Behandlung ist in aller Regel das Einnehmen von Antidepressiva. Mittlerweile existiert eine große Bandbreite verschiedener Medikamente, die Patienten helfen sollen. Problematisch ist allerdings, dass viele dieser Präparate auch Nebenwirkungen haben, die teils sehr gefährlich ausfallen können.

Bei Blinddarmentzündung muss nicht immer operiert werden

Bei Blinddarmentzündung muss nicht immer operiert werden

Bei dem Krankheitsbild, das allgemein als Blinddarmentzündung bezeichnet wird, handelt es sich grundsätzlich um eine Appendizitis, eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms, und nicht eine Entzündung des gesamten Blinddarms. Eine tatsächliche Entzündung des Blinddarms (Typhlitis) stellt ein völlig anderes Krankheitsbild dar. Der Wurmfortsatz ist ein Anhängsel des Blinddarms, der sich entzünden kann, wenn sich Krankheitserreger dort einlagern.

Schoki gegen hohen Blutdruck

Schoki gegen hohen Blutdruck

Wie soll das denn gehen, denken Sie sich jetzt. Schokolade, die macht doch nicht schlank und ersetzt auch keine Bewegung….. Trotzdem, in einer wissenschaftlichen Untersuchung wurde nachgewiesen, dass in Kakao Wirkstoffe enthalten sind, die hohen Blutdruck senken können.

Krämpfe beim Sport – ein Ende in Sicht?

Krämpfe beim Sport: ein Ende in Sicht?

Zumindest lassen sich mit folgender Form der Behandlung viele Krämpfe verhindern oder das Auftreten hinauszögern. Das ist ja schon für viele eine Erleichterung.

Viele Hobby- und Profisportler sind davon betroffen. Ich denke jeder kann sich an Fußballspieler erinnern, die mit schmerzverzerrten Grimassen auf dem Spielfeld liegen, oder auch an eine Radtour mit einem “Krampferlebnis”.

Keine Angst vor Kortison

Keine Angst vor Kortison

“Da ist Kortison drinnen, um Gottes Willen. Ich will das nicht”! Wie oft hat jeder das schon gehört. Ein weit verbreitetes Thema: die Kortisonangst. Aber eigentlich unbegründet. Kortisone sind wichtige und segensreiche Waffen der modernen Medizin.