Homöopathie hilft dem Körper bei der Selbstheilung

By | 1. Oktober 2013

Homöopathie , was ist das?

Ein Tropfen Arzneisubstanz auf eine Menge Wasser, die der Wassermenge des Bodensees entspricht. Das soll helfen? Kein Wunder, dass manch einer skeptisch wird, wenn das Wort Homöopathie fällt.

 

Die Homöopathie wird oft den Naturheilverfahren zugeordnet. Doch das ist nicht ganz richtig, denn sie ist nicht volksheilkundlich überliefert. Genauso wenig sollte man Sie mit Phytotherapie (Therapie mit Arzneipflanzen) gleichsetzen.

Die Homöopathie wurde vom deutschen Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann 1796 begründet. Bis heute ist das von Hahnemann entwickelte Ähnlichkeitsprinzip der entscheidende Unterschied zu den konventionell-medizinischen Behandlungsweisen. Wie lässt sich das Ähnlichkeitsprinzip erklären? Es basiert auf genauer Beobachtung der Reaktionen des menschlichen Körpers auf natürliche Stoffe. Hier ein einfaches Beispiel:

 

Beim Zwiebelschneiden führen die ätherischen Öle der Zwiebel zu brennenden und tränenden Augen, die Nase läuft. Der Körper kämpft damit gegen die Zwiebelstoffe, um das scharfe Zeug los zu werden und sein Gleichgewicht wieder zu erlangen. Beim Schnupfen sind die Symptome Augenbrennen, laufende Nase ähnlich wie bei der Zwiebel. Eine homöopathische Arznei mit Zwiebelextrakt soll nun den Körper in seinen Selbstheilungsbemühungen unterstützen. Sie geben ihm quasi einen kleinen, aber entscheidenden Schubs in Richtung Gesundung.

Die Buchstaben D (Dezimal) und C (Centesimal) bedeuten hier eine Verdünnung des Wirkstoffextraktes um den Faktor 10 bzw. 100. D6 wäre dann ein Extrakt, welches mit 9 Teilen Verdünnungsmittel (Alkohol oder Milchzucker) verschüttelt bzw. verrieben wird. Davon wird wiederum ein Teil  mit 9 Teilen verdünnt und der Vorgang wiederholt sich insgesamt 6 mal, wobei nach jeder Verdünnung 10mal in der vertikalen Richtung geschüttelt wird. Diese "rhythmische Verdünnung" bedeutet nach dem Prinzip Hahnemann`s eine Potenzierung, weil hierbei kosmische Energie in das Produkt übertragen werden soll. Substanz und Verdünnungsmittel verhalten sich in einer D6 Potenz wie 1:1.000.000.

Jede Verdünnung stellt hierbei eine Potenzierung, also Verstärkung, des Mittels dar. Die stärkste Verdünnung hat also demnach die stärkste oder lang anhaltendste Wirkung zur Folge. 

 

Gleiches mit gleichem bekämpfen? Macht das nicht alles noch schlimmer?

Homöopathische Mittel sind derart verdünnt, dass theoretisch kaum noch ein einziges Molekül des natürlichen Wirkstoffes im Präparat enthalten ist. Prinzipiell werden in der Homöopathie diejenigen Naturstoffe eingesetzt, die in hoher Konzentration die gleichen Symptome hervorrufen, wie die Krankheit, die es zu behandeln gilt. Vergiftungssymptome durch die Fingerhutpflanze führen zu akuten Herzproblemen – als Homöopathisches Mittel wirkt Fingerhut gegen Herzleiden. Der hochgiftige Eisenhut kann schon bei Hautkontakt zu Fieberanfällen führen – in der Homöopathie ist er jedoch ein äußerst effizientes Fiebermittel. So gibt es zahlreiche andere Präparate, pflanzlicher oder tierischer Herkunft, die nach diesem Prinzip arbeiten. Wichtiger Vorteil: Homöopathie hat keine Nebenwirkungen.

 

Erfolgreich homöopathisch behandelte Patienten wissen, dass Homöopathie wirkt. Jedoch konnte bisher in den meisten Studien nur eine plaqceboähnliche Wirkung festgestellt werden. Bis heute ist es Wissenschaftlern nicht gelungen, eine schlüssige Erklärung für den Wirkungsmechanismus homöopathischer Zubereitungen zu finden. Die derart geringen Wirkstoffkonzentrationen der Homöopathie lassen sich im Labor bisher nicht zufriedenstellend analysieren.

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