Arthoskopie: Mit Minikamera auf der Suche nach der Ursache

By | 1. Januar 2009

 

Gelenkspiegelung: Ein Innenblick in das Gelenk
Wunder der Technik heute: Bei einer Arthoskopie (Gelenkspiegelung) wird durch einen kleinen Hautschnitt mit einer Mini-Kamera in das Gelenk hineingegangen. Die Kamera überträgt die Bilder an einen Monitor, so dass der Arzt das Gelenk untersuchen kann, ohne dass er das ganze Gelenk öffnen muss.

2 in 1: Gleichzeitig kann am Gelenk operiert werden
Wenn Schäden festgestellt werden, können sie oftmals während der gleichen OP behandelt werden. Der Arzt führt dann über einen zweiten Hautschnitt seine Instrumente ein, mit denen er an den krankhaften Veränderungen operiert. Das Gelenk wird dabei mit einer besonderen Flüssigkeit ausgespült, durch einen Abfluss fließt nicht nur die Flüssigkeit ab sondern auch abgetragenes Material wie Knorpelstückchen oder Zellreste. Am Ende werden nur die beiden kleinen Schnitte vernäht und das Gelenk verbunden.

Hilfe vor allem fürs Kniegelenk
Meist sind es Erkrankungen am Kniegelenk, die durch die Arthoskopie untersucht werden. Aber auch andere Erkrankungen an Hand-, Ellenbogen-, Schulter-, und den Sprunggelenken können von der Minikamera aufgenommen werden. Kleinere Gelenke wie Kiefer- Finger- oder Zehengelenke können ebenfalls mit Hilfe von einem Needlescope untersucht werden.
Allerdings sollte die Arthoskopie erst zum Einsatz kommen, wenn Computer- und Magnetresonanztomographie keine Ergebnisse erzielt haben.

Schmerzfreier als eine große Operation
Die Arthoskopie hat viele Vorteile: Durch sie wird eine größere Operation, bei der das ganze Gelenk geöffnet werden muss, vermieden. Gleichzeitig wird bei einer Gelenkspiegelung das ganze Gelenk untersucht – Begleitverletzungen können dadurch gleich erkannt werden.
Oft kann die Arthoskopie ambulant oder bei einem kurzen stationären Aufenthalt durchgeführt werden. Sie ist gegenüber einer größeren Operation weniger schmerzhaft, außerdem können die Gelenke früher nach der Operation wieder bewegt und belastet werden.

Krankengymnastik danach unverzichtbar
Nach dem Eingriff sollte früh mit krankengymnastischen Übungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten begonnen werden. Die Stärkung der Muskulatur ist vor allem an den Schulter- und Kniegelenken von Bedeutung, da das Gelenk zur vollen Funktionstüchtigkeit Muskeln braucht.
 

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