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Bei der Familienpflegezeit hat sich einiges geändert

Bei der Familienpflegezeit hat sich einiges geändert

Das Gesetz zur Familienpflegezeit ist in Deutschland 2012 in Kraft getreten und soll Menschen helfen, ihre Angehörigen selbst zu pflegen. Seit dem 01.01.2015 sind verschiedene Änderungen in Kraft getreten, die es den Pflegenden leichter machen sollen, Berufstätigkeit und Pflege zu vereinbaren. Dazu zählen verschiedene Maßnahmen wie Freistellungen, auch sehr kurzfristig, Reduzieren der Arbeitszeit oder auch der Anspruch auf zinslose Darlehen, um einen Verdienstausfall kompensieren zu können.

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs – Pro und Contra

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: Pro und Contra

Bereits seit 2006/07 sind bei uns in Europa HPV-Impfstoffe auf dem Markt, um insbesondere Frauen vor einer Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) zu schützen. Das HP-Virus ist der Auslöser für die am häufigsten auftretende sexuell übertragbare Infektion. Meist verläuft diese unbemerkt und verschwindet ebenso still und leise, wie sie gekommen ist. Doch nicht immer bleibt die Ansteckung mit dem Papilloma-Virus ohne Konsequenzen.
Welche Folgen kann eine kann eine Infektion mit dem HP-Virus haben?
Es gibt nicht nur ein Humanes Papilloma-Virus – seine Sippe umfasst über 100 unterschiedliche Varianten. Einige davon können zum Beispiel gutartige Warzen im äußeren Genitalbereich bilden. Andere dieser Viren-Typen, knapp ein Viertel, stehen im Verdacht, ursächlich für Zellveränderungen/Wucherungen und für die Entstehung von Krebs, am Gebärmutterhals (Zervixkarzinom) oder (deutlich seltener) an den äußeren, männlichen wie weiblichen, Geschlechtsorganen verantwortlich zu sein. Diese speziellen Sorten werden deshalb als „Hochrisiko-HPV“ bezeichnen und finden sich vor allem bei jungen Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren, während sie nach dem 30. Lebensjahr nur sehr selten nachgewiesen werden.
Dass ein Zusammenhang von früheren HPV-Infektionen mit der Entstehung eines Zervixkarzinoms sehr wahrscheinlich ist, bestätigen Gewebeproben. Doch Gebärmutterhalskrebs tritt auch bei Frauen auf, die niemals mit dem HP-Virus infiziert waren. 
Gibt es HPV begünstigende Faktoren?
Insbesondere Tabakgenuss und die Einnahme der Antibabypille fördern das Risiko einer chronischen HPV-Infektion, auch ein häufiger Wechsel der Sexualpartner steigert die Möglichkeit, zu erkranken; der konsequente Einsatz von Kondomen schützt unter anderem auch vor HPV-Infektionen.
Wichtige Fakten
Hier in Mitteleuropa handelt es sich bei zwei Prozent der Krebserkrankungen bei Frauen um Gebärmutterhalskrebs; die meisten erkranken im Alter von 35 bis 55 Jahren. Im Jahr 2010 waren das in Deutschland etwa 4.600 Frauen. Bevor in den siebziger Jahren die Krebsfrüherkennungsuntersuchung (Pap-Test) eingeführt wurde, der eine Erkennung und Behandlung bereits von Krebsvorstufen ermöglicht, war diese Zahl wesentlich höher. Um fast 80 Prozent sind Erkrankungen an und Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs zurückgegangen – regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind also eine wirksame Waffe im Kampf gegen diese spezielle Krebserkrankung (empfohlen bei über 30-jährigen Frauen). 
Impfen gegen HPV?
Bereits seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung für Mädchen. Anfangs wurde die Impfung ab dem 13. bis zum 18. Lebensjahr durchgeführt – mittlerweile wird empfohlen, zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr zu impfen, mit zwei Dosen innerhalb eines halben Jahres. Geimpft werden sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr – nach dem 16. Geburtstag wird geraten, drei anstatt zwei Mal zu impfen. Der Schutz gegen HP-Viren hält aber nicht unbegrenzt an; die Wirkungsdauer soll nach den Angaben eines Impfstoffvertreibers etwa zwölf Jahre betragen.
Folgende Nebenwirkungen wurden vereinzelt beobachtet: Schwellung, Rötung oder Juckreiz an der Einstichstelle, Muskel-, Gelenk- oder Kopfschmerzen; auch Übelkeit/Erbrechen, Magen-Beschwerden, Schwindelgefühl oder Bewusstlosigkeit sind vereinzelt aufgetreten; ebenso allergische Reaktionen auf den Impfstoff wie Hautausschlag oder Atembeschwerden. Auch der Verdacht, die HPV-Impfung begünstige Autoimmunerkrankungen, besteht.
Sicher ist, dass die HPV-Impfung vor Zellveränderungen am Gebärmutterhals schützt – dass dadurch die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs jedoch verhindert wird, bislang nicht. Langzeiterfahrungen diesbezüglich fehlen, da diese Impfung noch recht jung ist. 
Da regelmäßige Früherkennungsuntersuchung die Krebsrate bei Frauen nachweislich dezimiert haben, auch der Verzicht auf Nikotingenuss und „Safer Sex“ das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, mindern, sollte mit dem behandelnden Arzt individuell abgewogen werden, ob eine Impfung speziell gegen das HP-Virus erforderlich und sinnvoll ist.
 

Der Gesundheit auf den Zahn fühlen – Zahngesundheit im Fokus

Der Gesundheit auf den Zahn fühlen

Im September diesen Jahres stehen zum 25. Mal die Zähne im Mittelpunkt, in Berlin unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – 25 Jahre Zahngesundheit“. Ein Blick zurück offenbart, dass sich gerade in diesem Vierteljahrhundert sehr viel verändert hat, vor allem in Puncto Vorsorge. Während früher der Besuch beim Zahnarzt meist zur Schadensbegrenzung diente, hat er heute vor allem eine vorbeugende Funktion – in dieser Hinsicht wurde bereits viel erreicht. So waren „dritte Zähne“ bei Oma und Opa ehemals selbstverständlich, während wir heute dank Prävention und guter Pflege mit unseren eigenen ein Leben lang kraftvoll zubeißen können. Doch bestimmte gesellschaftliche Strukturen, soziale Gegebenheiten, Stress oder Zeitmangel lassen überwunden geglaubte Zahnprobleme, etwa bei Kleinkindern, wieder verstärkt auftreten. Gut, dass Aktionen, wie etwa jene im Rahmen des Tages der Zahngesundheit, uns daran erinnern, dass jeder in Eigenverantwortung die Präventionsangebote zur Verhinderung von Zahn-, Mund-, Kiefererkrankungen nutzen sollte.
Außerdem sollten wir Erwachsene nicht nachlassen in unserem Bemühen, auch kleinste Zähnchen schon zu putzen und beim Nachwuchs ein Bewusstsein für die Wichtigkeit dieser Tätigkeit zu schaffen. Der Grundstein für ein zahngesundes Leben wird bereits beim Kleinkind gelegt.
Die Milch- sowie die ersten bleibenden Zähne sind anfälliger für Beschädigung durch Karies, da ihr Zahnschmelz (Dentin) noch viel weicher ist, als der von Erwachsenen. Ist aber diese kritische Phase der ersten Zahnjahre schadlos überstanden, stehen die Chancen sehr gut, sich immer ganz entspannt und guten Gewissens zur regelmäßigen Kontrolle beim Zahnarzt begeben zu können um danach lächelnd festzustellen: „Er hat überhaupt nicht gebohrt!“. 
Die Pflege der Milchzähne ist also sehr wichtig – nur, wenn sie nicht frühzeitig ihren Posten verlassen, können sie ihre Funktion als Platzhalter erfüllen und für richtiges Kauen sowie eine entsprechende Zahnstellung und Kieferformung sorgen. Außerdem infizieren kariöse Milchzähne beim Durchbruch nicht selten ihre bleibenden Nachfahren.
Zähneputzen also vom ersten Zahn an – anfangs genügt eine kleine, weiche Bürste oder auch ein Wattestäbchen. Die Zahnhygiene auf zweimal täglich auszudehnen ist erst ab dem zweiten Lebensjahr sinnvoll – ein erbsengroßes Stück Kinderzahnpasta reicht völlig. Mit drei Jahren finden Kinder es toll, selbst Hand anzulegen – und zwar an hübsche, bunte Lernzahnbürsten. So ein erstes Zahnbürsten-Shopping in der Apotheke macht Spaß. Für ein stufenweises Gewöhnen an die richtige Vorgehensweise braucht es freilich lange die Unterstützung eines Erwachsenen.
Das erste Mal …
… zum Zahnarzt sollte man mit dem Nachwuchs spätestens, wenn das Milchgebiss vollständig ist (zwischen 16 und 18 Monaten) – sofern nicht vorher der Rat dieses Fachmannes gefragt ist. Ermöglichen wir unseren Kindern frühzeitig positive Erfahrungen in der Praxis, kommen Phobien und Panik bezogen auf den Zähne-Check gar nicht erst auf.  
Was können wir sonst noch tun, damit von „Kindeszähnen an“ alles gesund bleibt im Mund?
Zuckerhaltige Getränke und säurehaltige Speisen sind als Durst- bzw. Hungerstiller für Kinder nicht geeignet. Auch verdünnte Obstsäfte enthalten Zucker, der, aus dem Fläschchen konsumiert, ständig die Zähne umspülen würde. Zum Durstlöschen empfehlen sich schlicht Wasser oder ungezuckerte Kräutertees. Grundsätzlich sollte während des ersten Lebensjahres auf die Verwendung von Zuckrigem verzichtet werden – das hat nicht nur bezogen auf die Zahngesundheit Vorteile. 
Fluorid wird teils von Kinderärzten verordnet, um den Zahnschmelz zu härten. Außer Zweifel steht, dass Kontaktfluoride (fluoridhaltige Kinderzahnpasta, Spezialgel oder gezielter Schutz der Furchen durch Auftragen von Fluoridlack beim Zahnarzt) äußerst effektiv sind und deshalb mindestens eine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden sollte. An einem durch Fluorid gehärteten Zahnschmelz rutscht der Karies sozusagen ab.
 

Versorgung per Gesetz gestärkt – Neues in der GKV

Versorgung per Gesetz gestärkt: Neues in der GKV

Es hat sich was getan vor der parlamentarischen Sommerpause. Bundesrat und Bundestag haben einige Beschlüsse auf den Weg gebracht, die das Gesundheitswesen betreffen. Es handelt sich dabei um das Versorgungsstärkungs-, das Präventions- und das IT-Sicherheitsgesetz, verändert haben sich zudem die Haftungsbedingungen für Hebammen; bislang noch nicht ausgegoren ist die Klinikreform.

Bei Blinddarmentzündung muss nicht immer operiert werden

Bei Blinddarmentzündung muss nicht immer operiert werden

Bei dem Krankheitsbild, das allgemein als Blinddarmentzündung bezeichnet wird, handelt es sich grundsätzlich um eine Appendizitis, eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms, und nicht eine Entzündung des gesamten Blinddarms. Eine tatsächliche Entzündung des Blinddarms (Typhlitis) stellt ein völlig anderes Krankheitsbild dar. Der Wurmfortsatz ist ein Anhängsel des Blinddarms, der sich entzünden kann, wenn sich Krankheitserreger dort einlagern.

Schoki gegen hohen Blutdruck

Schoki gegen hohen Blutdruck

Wie soll das denn gehen, denken Sie sich jetzt. Schokolade, die macht doch nicht schlank und ersetzt auch keine Bewegung….. Trotzdem, in einer wissenschaftlichen Untersuchung wurde nachgewiesen, dass in Kakao Wirkstoffe enthalten sind, die hohen Blutdruck senken können.

Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva

Wirkungen und Nebenwirkungen von Antidepressiva

Depression ist eine schwere psychische Krankheit, die unbedingt behandelt werden muss, da sie in schweren Fällen ansonsten bis zum Suizid führen kann. Teil dieser Behandlung ist in aller Regel das Einnehmen von Antidepressiva. Mittlerweile existiert eine große Bandbreite verschiedener Medikamente, die Patienten helfen sollen. Problematisch ist allerdings, dass viele dieser Präparate auch Nebenwirkungen haben, die teils sehr gefährlich ausfallen können.

Den E-Zigaretten wird Dampf gemacht – Verbot für unter 18-Jährige geplant

Den E-Zigaretten wird Dampf gemacht: Verbot für unter 18-Jährige geplant

Fruchtige Geschmackserlebnisse wie Erdbeere, Mango oder Schokolade führen Kinder und Jugendliche nicht nur in Form von Süßigkeiten in Versuchung, sondern sind für die jungen Verbraucher völlig legal auch als schicker elektrischer Glimmstängel erhältlich. 
 
Die Nachkommen der klassischen Zigarette gibt es völlig nikotinfrei, das Rauchen wird imitiert (eine Leuchtdiode sorgt für das Glimmen, ein elektrischer Vernebler erzeugt den Dampf) ohne dass ein Verbrennungsvorgang stattfindet. Doch braucht es wirklich Nikotin, um die Gesundheit, insbesondere die junger Menschen, zu gefährden? Nach Erkenntnissen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg jedenfalls kann auch der „Genuss“ von E-Zigaretten und Shishas wahrhaft reizend für die Atemwege sein. Die Glühstängel stehen außerdem in Verdacht, geringe Mengen krebserregender Substanzen zu enthalten. Derartige Aerosole können sich einer Studie zufolge störend auf das Wachstum junger Lungen auswirken. Auch, dass vielerlei Aromastoffe inhaliert werden, die, falls überhaupt, nur auf ihre Verträglichkeit in Lebensmitteln und nicht auf ihre Wirkung in den Atemwegen überprüft wurden, gibt Anlass zur Sorge. 28 Produkte wurden von Forschern am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin untersucht – unter anderem hat sich Ethylenglykol gefunden, ein Frostschutzmittel. Toxikologisch unbedenkliche Mengen zwar, doch insgesamt lassen sich gegenwärtig die Auswirkungen, welche E-Zigaretten langfristig auf die Gesundheit haben werden, nicht abschätzen.
Seit etwa drei Jahren sind die Elektro-Zigaretten in Deutschland erhältlich, etwa jede/r Dritte 12- bis 17-Jährige hat sie schon ausprobiert. Ungefähr 200 Millionen Euro sollen 2014 nach Angaben des Verbandes für eZigarettenhandel (VdeH) umgesetzt worden sein, ein Anstieg im Jahr 2015 wird erwartet. Nach Prognosen des Konzerns „British American Tobacco“ werden E-Zigaretten bis 2021 dem aus Tabak hergestellten Auslaufmodell gegenüber die Nase vorne haben.
 
Das Jugendschutzgesetz soll jetzt angepasst und die Abgabe an Kinder und Jugendliche verboten werden – dafür setzen sich insbesondere Familienministerin Manuela Schwesig und Ernährungsminister Christian Schmidt ein. Möglichst noch in diesem Jahr soll das neue Gesetzt greifen, für Produkte mit und ohne Nikotin. Ein Verbot soll auch verhindern, dass der Nachwuchs sich an das Paffen gewöhnt und so an den Umstieg von nikotinfreien auf nikotinhaltige E- oder an herkömmliche Tabak-Zigaretten herangeführt wird.
Neben dem Jugend- ist auch der allgemeine Verbraucherschutz wichtig. So sieht Bundesernährungsminister Schmidt Parallelen zur Diskussion um Alkopops, die ebenso harmlos dahergekommen sind, weil der süße Geschmack Hochprozentiges verdeckt hat. Auf Zigarettenpackungen sind Hinweise auf die Gefahren für Gesundheit und Leben durch den Konsum längst Pflicht – Werbebeschränkungen und Hinweispflichten für deren elektrische Kollegen sind überfällig. Auch im „world wide web“ blüht das Geschäft mit dem speziellen „E-Business“ und Online-Händler rühren kräftig die Werbe-Trommel, denn die E-Fluppen sind vom Rauchverbot nicht betroffen und können (noch) überall gedampft werden.
Die nikotinfreien Elektro-Nuckel mit verführerischen Geschmacksrichtungen gelten nicht als Tabakwaren und sind so seither durch die Maschen der Gesetzgebung geschlüpft – gut, dass hier eine Änderung angedacht ist.
 

Krämpfe beim Sport – ein Ende in Sicht?

Krämpfe beim Sport: ein Ende in Sicht?

Zumindest lassen sich mit folgender Form der Behandlung viele Krämpfe verhindern oder das Auftreten hinauszögern. Das ist ja schon für viele eine Erleichterung.

Viele Hobby- und Profisportler sind davon betroffen. Ich denke jeder kann sich an Fußballspieler erinnern, die mit schmerzverzerrten Grimassen auf dem Spielfeld liegen, oder auch an eine Radtour mit einem “Krampferlebnis”.