Gewusst wie – Weg der Fleck, mit Gutem aus Ihrer Apotheke

By | 1. Juli 2015

Gewusst wie: Weg der Fleck, mit guten Hausmitteln

Bei dem in der Apotheke erhältlichen Wasch- oder Feuerzeugbenzin (ein Leichtbenzin) handelt es sich um ein zwar leicht entzündliches, aber vielseitig verwendbares Verdünnungs- und Lösungsmittel (Klebstoffe, Farben und Lacke). Beliebt ist es vor allem wegen seiner Eignung zur Fleckentfernung; ob aus Textilien oder von empfindlichen, farbigen oder lackierten Oberflächen – Waschbenzin lehrt dem Schmutz das Fürchten. 
Waschbenzin wird auch als Terpentinersatz, White Spirit, Test- oder Siedebenzin bezeichnet. 
 
Waschbenzin – das Multitalent
Allen öligen, fettigen Verunreinigungen (z.B. Kragenschmutz, Lippenstift, Teer, Speiseöl, Motoröl), aber auch Gras- und anderen Pflanzenflecken sowie durch Tinte, Filzstift, Kugelschreiber, Blut, Wein, Fruchtsaft oder Schimmel verursachten macht Waschbenzin den Garaus. Auf Kleidung und anderen Stoffen die verdreckte Stelle am besten gut mit Waschbenzin benetzen und dann wie üblich in die Waschmaschine geben. Der zarte „Tankstellengeruch“, der sich beim Öffnen der Waschmaschine breitmacht, verduftet schnell. 
Flecken auf Teppichen und Möbelstoffen rückt man am besten mit einem Lappen, gut mit Waschbenzin getränkt, zu Leibe, und saugt mit einem sauberen Tuch/einem sauberen Schwamm die Rückstände samt Schmutz auf. Gummi- oder Metallteile sowie lackierte Oberflächen lassen sich wunderbar mit Waschbenzin säubern; das Material wird dabei nicht angegriffen.
Bei Schimmelflecken an den Wänden ist natürlich grundlegende Abhilfe zu schaffen und die betroffen Stellen müssen fachgerecht saniert werden. Als Ersthilfe kann man aber auch diese Bereiche mit Waschbenzin abtupfen, um zunächst die weitere Ausbreitung der schädlichen Pilzsporen zu vermeiden.
Auch bei schwarzen Absatzspuren oder Malstiftflecken auf Böden und Fließen schafft Waschbenzin schnelle Abhilfe. Rost, der sich auf Edelstahl breitgemacht hat, wird mit einem in Waschbenzin getränkten Lappen einfach wegpoliert. 
Etikettenschwindel: Das Erwärmen/Föhnen von Aufklebern löst diese grob ab; eine anschließende Abreibung mit Waschbenzin gibt den anhänglichen Teilen den Rest.
Auch Kaugummi- und Harzflecken haben keine Chance: Zunächst schocken wir den Fleck mit Kälte, indem wir das betroffene Kleidungsstück einfrieren; dann die harten Rückstände durch Knicken herausbrechen oder abkratzen (ein Messer oder ein Ceranfeldschaber eignen sich gut dafür). Für die letzten Spuren ist wieder das Waschbenzin zuständig.
Hat Kaugummi sich in den Haaren verirrt, verzichten wir auf den Kälteschock, doch mit Waschbenzin und einem Papiertaschentuch lässt sich die Kaumasse von den verklebten Strähnen abtragen. So wird die Scheren-Alternative vermieden.
Wenn sich Kinder im Haushalt befinden …
… sollte Waschbenzin (wie alle Reinigungsmittel) gut verschlossen und außerhalb der Reichweite des Nachwuchses aufbewahrt werden. Behälter immer fest verschließen, sonst verflüchtigt sich das leicht entflammbare Waschbenzin – und auch Erwachsene sollten das Einatmen der Dämpfe vermeiden. Das Erdölprodukt am besten in draußen oder in gut belüfteten Räumen verwenden.
Es muss bei Schmutzattacken nicht immer die „chemische Keule“ eingesetzt werden. Diese Tricks mit einfachen Mitteln, die bereits unsere Großmütter kannten, funktionieren auch heute noch.
 
Share on Tumblr

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *