Getränkeflaschen aus Kunststoff – Pro und Contra

By | 1. August 2014

Getränkeflaschen aus Kunststoff – Pro und Contra

Sie sind so praktisch, die Getränkeflaschen aus PET – im Vergleich zu ihren gläsernen Kollegen deutlich leichter, elastischer und wenn sie abstürzen, gibt’s keine Scherben. Kein Wunder also, dass in Deutschland nur noch jede dritte Wasserflasche, die gekauft wird, aus konservativem Material (Glas) ist. Glassplitter können unserer Gesundheit schaden – doch wie sieht’s mit dem Material Polyethylenterephthalat aus? Ist dieser für die Herstellung der griffigen Gefäße verwendete Kunststoff womöglich ebenfalls gesundheitsschädlich/-gefährdend?

Woraus bestehen die flexiblen Flaschen?

PET (Polyethylenterephthalt) aus der Familie der Polyester ist ein thermoplastischer Kunststoff, der unter anderem zur Herstellung von Getränkeflaschen Verwendung findet; ungefähr 40 Millionen Tonnen werden jährlich weltweit produziert.
Acetaldehyd entsteht bei der Flaschen-Fertigung, welches in geringen Dosen in den Flascheninhalt wandert (Mineralwässer). Auch im menschlichen Körper selber bildet sich Acetaldehyd, zum Beispiel beim Alkoholabbau – es ist mitverantwortlich von den Kater am Morgen danach.
Säurebeständig ist PET nicht – aber wer würde auf die Idee kommen, giftige Säuren in Getränkeflaschen zu füllen?! Und: Wie ist das mit der Kohlensäure? Tatsächlich begünstigt Kohlensäure das Auslösen des Acetaldehyds und von Weichmachern – je länger sich der Inhalt in der Flasche befindet, umso größer ist die „Chance“, dass Stoffe aus der Verpackung in den Inhalt übertreten.
Ob Inhalte, die wir „per Flaschenpost“ geliefert bekommen, hormonähnliche Effekte haben, damit beschäftigen sich verschiedene Forscher. Im Kreuzfeuer der Östrogen-Kritik stand und steht auch Bisphenol A (BPA), ein Weichmacher, der zwar grundsätzlich als Lebensmittelkontaktmaterial zugelassen ist, seit Januar 2011 aber nicht mehr bei der Herstellung von Säuglingsflaschen.
In Deutschland würden PET-Getränkeflaschen kein Bisphenol A enthalten, so das Forum PET der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Wo ist der Wegweiser im Kunststoffdschungel?

Die Recycling-Nummer hilft uns bei der Orientierung: Plastik aus den Materialien Polyethylen (PE, Code 2 und 4) oder Polypropylen (PP, Code 5) gilt als unbedenklich.
In nicht gekennzeichneten Plastikflaschen steckt häufig BPA, BPA verbirgt sich auch hinter der Bezeichnung PC oder dem Code 7.
PET (Code 1), PVC (Code 3) und Polystyrol (Code 6) enthalten kein BPA, aber eventuell andere Weichmacher.

Empfehlung
  • Wer auf Plastikflaschen nicht verzichten will, sollte Wasser aus der Mehrwegvariante den Vorzug geben, sie sind aus festerem Material und enthalten weniger Weichmacher.
  • Wenn Wasser in PET-Flaschen gekauft wird, diese nicht selbst wieder befüllen und erneut benutzen.
  • PET-Flaschen nicht der Sonne aussetzten – UV-Strahlen und Hitze sind geeignet, um Wirkstoffe aus der Kunststoffhülle in den Flascheninhalt übertreten zu lassen.
  • Kein Wasser aus ungekennzeichneten Flaschen verwenden.

 

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