Stillen von Babys vs. Ernährung über das Fläschchen

By | 1. August 2014

Stillen von Babys vs. Ernährung über das Fläschchen

Um die Frage, ob Babys unbedingt gestillt werden müssen, oder ob Fläschchen eine vernünftige Alternative darstellen, entbrennen immer wieder Diskussionen. Tatsache ist, dass das Stillen von Säuglingen zahlreiche Vorteile hat. Für Kinder, die als Baby gestillt wurden, besteht ein geringeres Risiko, später übergewichtig zu werden. Außerdem wird das Immunsystem durch das Stillen gestärkt. Auch die Bindung zwischen Mutter und Kind verstärkt sich durch das Stillen. Die Muttermilch ist außerdem in ihrer Zusammensetzung ideal auf die Bedürfnisse des Säuglings ausgerichtet. Sogar für die Sprachentwicklung eines Kindes ist Stillen ein fördernder Faktor, da die Muskeln in Zunge und Kiefer, die das Kind zur Bildung von Lauten benötigt, beim Saugen trainiert werden. Insgesamt sind Säuglinge, die gestillt werden, gesünder und ausgeglichener, Stillen ist außerdem der natürlichste Weg, Babys zu ernähren. Insgesamt ist Muttermilch das Gesündeste für ein Baby und das Beste für die nachfolgende Entwicklung.

Das Stillen hat aber nicht nur für das Kind Vorteile, sondern auch für die Mutter. Beim Stillen werden Hormone ausgeschüttet, die dazu beitragen, dass sich die Gebärmutter nach der Entbindung schneller zurückbilden kann. Außerdem sinken die Risiken für Osteoporose und Brustkrebs durch das Stillen.

Argumente gegen das Stillen, die darauf aufbauen, dass das Kind zu abhängig von der Mutter ist, lassen sich recht gut entkräften. Während der Arbeitszeit stehen stillenden Müttern Stillpausen zu, außerdem kann die Muttermilch abgepumpt werden. Babys können auch teilweise mit Fläschchen ernährt und zum Beispiel nur morgens und abends gestillt werden, damit tagsüber eine gewisse Unabhängigkeit besteht. Bei Unsicherheiten in Bezug auf das Stillen von Babys leisten zum Beispiel die Hebammen Stillberatung.

Es sollte aber auch kein übertriebener Druck auf die Mutter ausgeübt werden, das Stillen eines Babys sollte nicht zum Dogma werden. Tatsächlich gibt es gesundheitliche Gründe, die das Stillen eines Kindes erschweren oder unmöglich machen können. Besonders nach schweren Geburten kann es der Mutter zu schwer fallen, ein Kind zu stillen.

Die Ernährung von Babys durch Fläschchen hat den Vorteil, dass sie den Säugling schon früh unabhängiger von der Fütterung durch die Mutter macht. Viele Vorteile des Stillens sind bei Fläschchen aber nicht gegeben. Das bedeutet nicht, dass sich Kinder automatisch schlechter oder langsamer entwickeln müssen oder dass sie im weiteren Verlauf ihres Lebens zwangsläufig unter einer Krankheit leiden müssen, deren Risiko durch das Stillen gesenkt wird. Auch sogenannte Flaschenkinder können sich völlig normal entwickeln. Die größte Gefahr bei Fläschchen besteht darin, sie den Säuglingen auch zur Beruhigung und zum Dauernuckeln zu überlassen. Dadurch kann eine Form von Karies entstehen, die im schlimmsten Fall die Entfernung der Milchzähne zur Folge haben kann. Es wird deshalb empfohlen, die Flasche ab der Vollendung des ersten Lebensjahres abzusetzen. Vor allem nachts sollten auch keine gesüßten oder mit Honig angereicherten Tees zum Trinken gegeben werden, da sie die Zähne angreifen. Fläschchen sind außerdem mit einem sehr hohen Reinigungsaufwand verbunden, damit sich keine Keime bilden können. Wird das Baby per Flasche gefüttert, muss die Nahrung außerdem vorher auf Körpertemperatur aufgewärmt werden. Besonders nachts ist Stillen also unkomplizierter als die Zubereitung eines Fläschchens.

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