So bringen Sie Ihren Stoffwechsel auf Trab

By | 1. Januar 2014

An den Feiertagen haben wir es uns so richtig gut gehen lassen, ohne Rücksicht auf Verluste. Doch leider waren das keine Gewichtsverluste, sondern eher das Gegenteil davon. Doch: Was rauf geht, geht auch wieder runter. Und diesen Vorgang gilt es zu beschleunigen.

Diese Stoffwechselfeinde sind Schlappmacher: Alkoholische Getränke, Fastfood (Hamburger, Pommes frites, Pizza und Konsorten), tierische Fette gehen tierisch auf die Hüften, „Knabberzeug“ wie etwa Chips und Flips, Industriezucker in Getränken, Süßigkeiten, Konserven und Gebäck und wo er sich sonst noch überall versteckt, Weißmehlprodukte.
Besonders figurfeindlich wirken diese Schlappmacher in Kombination; Fett und Zucker zusammen „genießen“, das kann auf Dauer nicht gut sein.

Es ist ganz einfach: Unser Körper ist bestrebt, sich für magere Zeiten Fettreserven zuzulegen. Nehmen wir mal an, er hat das getan, und wir wollen uns dieser Reserven entledigen (weil wir bereits vor den mageren Zeiten schlank sein wollen). Also müssen wir ihn überlisten, dass er diese Fettdepots aufbraucht.
Immer wenn wir Kohlehydrate essen, wird Insulin ausgeschüttet. Insulin (Fettspeicherhormon) sorgt dafür, dass überschüssige Energie (Zucker) aus dem Blutkreislauf entnommen/abgebaut und (als Fett) gespeichert wird. Insulin bei der Arbeit und Fettverbrennung schließen sich gegenseitig aus. Bei Diabetikern funktioniert das bekanntlich nicht oder nur eingeschränkt.  
Wenn wir umgekehrt zu wenig Zucker im Blut haben, tritt das Fettlösehormon Glukagon auf den Plan. Dieser Gegenspieler des Insulins löst bei Bedarf das Fett wieder aus den Zellen, damit es als Energie in Form von Zucker zur Verfügung steht.
Wir müssen also nur darauf achten, dass wir eher die Glukagon- als die Insulin-Ausschüttung provozieren, damit der Stoff Fett in den Stoff Zucker gewechselt und verbraucht werden kann.

  • Lassen Sie sich mal Zeit zwischen den Mahlzeiten; denn genau dann (in den nahrungsfreien Pausen) wird Glukagon ausgeschüttet und der Fettabbau beginnt. Drei Mahlzeiten sind für einen gesunden Menschen völlig ausreichend. Die beliebte „Kleinigkeit“ zwischendurch lockt sofort wieder das Insulin und vereitelt den willkommenen Glukagon-Auftritt. Achten Sie auf Qualität statt Quantität und darauf, dass dem Körper alle wichtigen Nähr- und Mikronährstoffe, Vitamine und Spurenelemente zugeführt werden.
  • Ein Wort zum Abendessen: Hier muss nicht Schmalhans Küchenmeister sein, doch ein eiweißreiches und an „schnellen“ Kohlenhydraten armes Abendessen – bei Salat und Gemüse ruhig zulangen – sorgt dafür, dass wir im Schlaf abnehmen.
  • Heizen Sie die Fettverbrennung an, indem Sie Ihren Speisplan mit Ingwer, Chili, Peperoni, Paprika, Rettich, Radieschen (Senföle) und Meerrettich ergänzen. Wer beim Essen schwitzt wie beim Arbeiten, hat die Thermogenese erfolgreich angeregt.
  • Trinken Sie viel, damit alles fließt. Wasser (zwischen den Mahlzeiten besänftigt es das Hungerfühl – oft haben wir nur scheinbar Hunger, und stellen fest, nachdem wir etwas getrunken haben: es hat sich nur um Durst gehandelt!). Ungesüßten Tee in allen Varianten. Ingwer-, Grün- und Brennnesseltee sind Stoffwechselturbos.
    Pro 25 kg Körpergewicht muss unbedingt ein Liter kalorienfreie Flüssigkeit täglich aufgenommen werden.
  • Muskeln – unsere starken Fatburner. Wenn wir sie arbeiten lassen, beim Ausdauer- und Krafttraining, hat das einen doppelt-positiven Effekt. Erstens: Moderater Sport (Puls: 220 abzüglich Lebensalter, davon 65 bis 75 Prozent) lässt die Fettdepots schmelzen. Es macht überhaupt nichts, wenn der Puls vom Richtwert hin und wieder abweicht, das lässt sich in der Natur gar nicht verhindern; und schließlich sind gewisse Belastungsspitzen (wenn’s mal den Berg hoch geht) nur gut für unser Herz-Kreislauf-System. Allerdings, den „roten Drehzahlbereich" von 220 minus Lebensalter sollte man beherzigen. Zweitens steigt mit dem Anteil der Muskulatur, auf unsere Körperzusammensetzung bezogen, unser Kalorien-Grundumsatz! Also: „use it – or loose it“!

Viel Spaß beim Stoffwechsel-Anheizen! Schluss mit dem Bunkern von Fettreserven – verfeuern Sie sie und legen Sie noch eine Schippe drauf!

Ein Tipp noch: Sollten Sie sich schlapp, müde und antriebslos fühlen, vielleicht sogar anfällig für Erkältungskrankheiten sein, und kommen Sie samt Fettverbrennung einfach nicht so richtig in Gang, könnte ein Defizit an wichtigen Vitaminen und Mineralien bestehen. Ein Mangel an Mikronährstoffen kann eine Einschränkung des Energiestoffwechsels bewirken. So hat beispielweise Vitamin C einen hohen Stellenwert, auf den Stoffwechsel bezogen. Weiter werden Magnesium, Zink, Selen, Chrom und Niacin in ausreichenden Mengen benötigt (Niacin und Chrom spielen bei der Glukagon-Ausschüttung eine erhebliche Rolle).
Auch eine Schilddrüsendysfunktion hat Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden, die Stoffwechselrate und somit auf das Körpergewicht.
Lassen Sie sich beraten und gegebenenfalls die Ursachen ärztlich abklären.
 

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