Auf die Plätzchen – fertig – los!

By | 1. November 2013

Auf die Plätzchen – fertig – los!

In den Geschäften tummeln sie sich schon seit Ende der Sommerferien: Lebkuchen, Spekulatius und Co., doch sattgesehen haben wir uns daran bei weitem nicht (wie soll man vom Sehen auch satt werden?). Außerdem geht doch nichts über selbstgemachtes Weihnachtsgebäck / Plätzchen / Kekse / Brötle / Gutsel. Eine dufte Angelegenheit, wenn der mit Liebe hergestellte und geformte Teig blechweise im Ofen Farbe bekennt. Der Geruch von Zimt, Anis und Vanille erfüllt die Wohnung – wem wird da nicht ein bisschen wärmer und weihnachtlicher ums Herz? Und schon das „Teigeln“, Auswellen, Bestreichen, Verzieren kann eine gesellige, unterhaltsame, kreative Tätigkeit sein. Sind Kinder beteiligt, ist damit zu rechnen, dass Außergewöhnliches und wahre Kunstwerke entstehen. Wenn beim Adventskaffee dann die Kerzen brennen und auch noch Selbstgemachtes auf dem Teller liegt, dann wissen das kleine wie große Leute zu schätzen.

Nussmakronen

3 Eiweiß steif schlagen,
200 g Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker hineinsieben und unter die Eiweißmasse heben.
2 TL lösliches Kaffeepulver, 50 g geriebene Halbbitterschokolade und 350 g gemahlene Haselnüsse unterrühren.

Außerdem werden ca. 50 Backoblaten benötigt (oder man verwendet Backpapier) und
Kirschkonfitüre.

Mit angefeuchteten Händen werden Kugeln geformt und auf die Oblaten/das Backpapier gesetzt, in deren Mitte eine kleine Mulde gedrückt, um diese mit Konfitüre zu füllen.
Bei 175 Grad 20 bis 30 Min. backen.

Vanillekipferl

450 g Mehl,
190 Zucker,
2 Päckchen Vanillezucker
und
190 g gemahlene Mandeln in einer Schüssel gut vermischen.
4 – 5 Eier (je nach Größe) und
375 Butter, in Stücke geschnitten dazugeben und alles gut durchkneten.

Dieser Teig will erst 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, bevor man ihn zu Rollen formt und in kleine Abschnitte schneidet, die zu mondförmigen Kipferln gebogen werden. Bei mittlerer Hitze (175 Grad) 12 bis 15 Minuten backen und noch warm mit Vanillezucker oder Puderzucker betreuen.

Ausstecherle

Es handelt sich hier um ein altes Hausrezept, die Menge hat sich bewährt, mit etwas Glück sind auch an Weihnachten noch welche übrig. Für den kleineren Haushalt kann selbstverständlich die „Dosis“ halbiert werden.

1 kg Mehl,
3 Messerspitzen Hirschhornsalz,
300 g Zucker,
400 g gestückelt Butter, rechtzeigt aus dem Kühlschrank genommen,
2 Päckchen Vanillezucker gut mischen, mit
7 ganzen Eiern und
3 Eigelb zu einem Knetteig verarbeiten.

Mindestens drei Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen.

Nach dem Auswellen und Ausstechen (die Förmchen vorher in Mehl drücken) mit Eigelb bestreichen und nach Belieben mit Hagelzucker oder ähnlichem krönen. Backpapier verwenden.
Nur neun Minuten brauchen die Ausstecherle bei 190 Grad. Kinder lieben sie!

Lebkuchen pur

Dieses Familienrezept ist leicht herzustellen und relativ neutral, weil auf stückige Zutaten verzichtet wird und findet gewöhnlich guten Zuspruch. Je nach Gusto lässt es sich freilich mit etwas Orangeat, Zitronat oder gehackten Nüsse ergänzen.

500 g Kunsthonig (Invertzuckercreme) zerkleinern, mit
500 g Zucker cremig rühren.
1 kg Mehl mit
10 g Hirschhornsalz mischen, mit
4 Eiern und
1 großen Tasse starkem, schwarzen, abgekühlten Kaffee gut rühren.
2 EL Schnaps, Zimt (etwa 2 TL) und Nelken (½ TL) runden das Ganze ab.

Die Masse auf zwei mit Backpapier ausgelegten Backblechen verteilen.
Bei 200 Grad 20 Minuten backen.

Nach dem Backen samt Papier zum Abkühlen auf einen Rost ziehen. Es hat sich als praktisch erwiesen, die Lebkuchen am Stück, mit einer Folie drüber, aufzubewahren. Sie können dann portionsweise bei Bedarf in Rauten geteilt werden (einen Streifen der Länge nach ab- und dann schräg in etwa 5 cm lange Stücke schneiden).

Die selbstgemachten Kleinen sind Balsam für die Seele – dem Körper zuliebe genießen wir sie ganz bewusst. Da die kleinen Süßen generell niedlich gebaut sind, ist das auch kein Problem. Im Falle einer Diabetes-Erkrankung ist es vermutlich sinnvoll, nicht nur stärker zu rationieren (die Dosis macht das Gift) sondern anstatt Zucker Zuckeraustauschstoffe oder Fruchtzucker zu verwenden.

Abschließend ein speziell für Diabetiker geeignetes Anisplätzchen-Rezept:

75 g Butter mit
1,5 TL Flüssig-Süßstoff,
1 EL Fruchtzucker und
2 Eigelb gut schaumig rühren.
150 Mehl mit
½ TL Backpulver,
1 TL zerdrücke Anissamen und
1 Prise Salz mischen und unterziehen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech mit dem Teelöffel ungefähr 30 Häufchen aufsetzen.
Bei 180 Grad 12 bis 15 Minuten backen, 3 Stück = 1 BE.

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