Das kleine Einmaleins der Wundbehandlung bei Kindern

By | 1. April 2013

Kinder haben bekanntermaßen einen hohen Bewegungsdrang, den sie auch unbedingt ausleben sollten. Natürlich kann es dadurch öfter mal vorkommen, dass Ihr Kind nach dem Herumtoben mit Schürfwunden, aufgeschlagenen Knien oder Schrammen vor der Tür steht. Meist lassen sich die Blessuren aber problemlos zu Hause behandeln, wenn Sie ein paar simple Regeln beachten!

So behandeln Sie Wunden richtig

Oftmals ist der Schreck größer als der Schmerz. Nehmen Sie Ihr Kind dann einfach in den Arm und trösten Sie es. Bei kleinen Wunden genügt häufig schon ein Kinderpflaster mit einem lustigen Motiv, und alles ist vergessen. Achten Sie aber darauf, dass das Pflaster atmungsaktiv ist und mindestens einmal am Tag ausgetauscht wird. Etwas größere Wunden sollten Sie wie folgt behandeln:

Schürfwunden sind oft mit Erde, Sand oder Kies verschmutzt. Hier gilt es, die Wunde unter fließendem Wasser abzuspülen und zu desinfizieren. Etwas größere Steinchen lassen sich mit einer sauberen Pinzette entfernen. Während kleinere Abschürfungen ruhig offen heilen können, sollten größere Schrammen mit einem Pflaster oder einer sterilen Kompresse abgedeckt werden. Stark blutende Wunden benötigen einen Druckverband.

Platzwunden haben keine glatten Wundränder und klaffen oft auseinander. Daher sind sie sehr anfällig für Infektionen und sollten somit ebenfalls mit Wasser gereinigt und anschließend desinfiziert werden. Schützen Sie die Wunde außerdem mit einem sterilen Schnellverband vor erneuten Verunreinigungen.

Schnittwunden reinigen sich hingegen selbst. Dazu sollte man die Wunde generell erst einmal bluten lassen. In die Wunde gelangter Dreck wird dadurch ausgeschwemmt und das Gewebe gereinigt. Im Anschluss können Sie die Wundränder mit Hilfe eines Pflasters wieder aneinander kleben, sodass die Verletzung schnell und problemlos wieder abheilen kann.

Kleinere leichte Brandwunden sollten unter fließendes, nicht allzu kaltes Wasser gehalten werden und anschließend ein Brandgel aufgetragen werden. Gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn sich Blasen bilden. Sind größere Körperpartien betroffen, rufen Sie am besten sofort den Notarzt an.

Das sollten Sie außerdem wissen

Handelt es sich um Kratz- und Bisswunden, sollten Sie sicherheitshalber immer einen Arzt aufsuchen und die Wunde professionell reinigen lassen. Keime und Verunreinigungen können nämlich schwere Infektionen wie Wundstarrkrampf oder Gasbrand verursachen.

Stellen Sie generell sicher, dass bei Ihrem Kind der Tetanusschutz besteht, egal ob Schürf-, Schnitt- oder Bisswunde.

Beachten Sie, dass Brandwunden unter keinen Umständen mit Hausmitteln behandelt werden sollten.

Tiefe oder lange Schnitte, die sehr stark bluten, müssen von einem Arzt behandelt werden.

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