Hausstauballergie – nervig und allgegenwärtig

By | 1. April 2013

Hausstauballergie – nervig und allgegenwärtig

Niemand ist allein in seinem Bett! Das mag sich für den ein oder anderen vielleicht seltsam anhören, ist aber ganz normal. Millionen klitzekleiner Milben fühlen sich dort nämlich genau so wohl wie wir. Bei vielen Menschen verursacht die Anwesenheit der unsichtbaren Mitbewohner Beschwerden. Was Sie im Alltag dagegen tun können? Wir verraten es Ihnen!

Was es mit den Milben auf sich hat

Milben sind winzige Spinnentierchen, die sich von abgestorbenen Hautschuppen ernähren. Jeden Tag verliert der Mensch ungefähr 1,5 Gramm dieser Partikel, davon den Großteil im Bett. Denn dort ist es dunkel und warm, also ein ideales Biotop für jede Milbe. Gegen die Tierchen selbst reagiert man nicht allergisch. Es ist ihr Kot, welches vielen zu schaffen macht. Und dieses atmen wir hauptsächlich im Liegen ein, da in einer Höhe von bis zu 20 cm über der Schlafstätte der sogenannte Schwebstaub am größten ist. Deswegen haben Allergiker im Sitzen oder Stehen meist keine Beschwerden.

Wie sich die Allergie auswirkt

Meist macht sich eine Hausstauballergie durch Niesanfälle, Dauerschnupfen mit starker wässriger Sekretion, laufende Nase oder durch eine verstopfte Nase als Folge von angeschwollenen Schleimhäuten bemerkbar. Weitere häufig auftretende Erscheinungen sind juckende, gerötete und tränende Augen sowie eine erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Außerdem kann die Allergie anfallsartige Atemnot erzeugen und Asthma-Anfälle bewirken. Hier ist eine umgehende Behandlung zu empfehlen, da sonst eine chronische Asthma-Erkrankung ausgelöst werden kann.

Wirksame Tipps für den Alltag

Ganz vertreiben lassen sich Milben leider nicht. Ihre Anzahl lässt sich jedoch unter Berücksichtigung einiger Hinweise in Schach halten.

Enorm wichtig für Allergiker ist ein milbendichter Matratzen-Bezug. Dieser sollte TÜV-geprüft und atmungsaktiv sein, sodass man nicht das Gefühl erhält, auf Folie zu schlafen. Auch für Bettdecken und Kissen gibt es extra Bezüge, die den Kot des Spinnentierchens vor überempfindlichen Nasen schützen. Alternativ können Kissen und Bettdecken auch einfach alle sechs bis acht Wochen bei 60 Grad gewaschen werden.

Ebenso wenig wie eine 60 Grad-Wäsche, mögen Milben trockenes Raumklima. Halten Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer daher möglichst unter 50 Prozent.

Des Weiteren sollte die allgemeine Staubbelastung gering gehalten werden. Staubsauger mit einem hochfeinen Partikelfilter können auch Bakterien und Viren festhalten. Besonders gut geeignet für Allergiker sind glatte Böden, allerdings nur, wenn sie alle 2 bis 3 Tage feucht gewischt werden. Im Übrigen sollten Betroffene bei der Wahl ihrer Möbel, ein Ledersofa der Stoffcouch vorziehen.

Auch Kuscheltiere gehören bei allergischen Reaktionen regelmäßig in die Wäsche oder ins Gefrierfach. Gläser oder Bücher sollten zudem lieber nicht in offenen Regalen aufbewahrt werden. Zum Abstauben Sind feuchte Mikrofasertücher von Vorteil, da sie den Staub nicht zusätzlich aufwirbeln.

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